Wie geht barfen?

Ist es schwer zu barfen? Manche Hundebesitzer haben Ängste beim Thema Rohfleisch, ob der Hund alles das bekommt was er braucht oder auch ganz praktische Fragen der Zubereitung. Die BARF-Ernährung ist aber gar nicht so schwierig und auch das Umstellen von herkömmlichen Futter auf BARF-Nahrung ist leichter als gedacht.

Es gibt einige Hersteller, die BARF-Futter in Portionsgrößen anbieten und die Zubereitung damit erleichtern. Es heißt dann also nur noch, die Portion Rohnahrung aufzutauen und zu servieren. Natürlich kann jeder Hundebesitzer das Futter auch selbst herstellen und sich Fleisch vom Bauern oder Schlachter besorgen.

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Es gibt unterschiedliche Ansichten über die BARF-Zusammensetzung. Als guter Richtwert gilt, dass der Anteil der Hauptbestandteile, nämlich Knochen und Knorpel zwischen 60 und 70 Prozent liegen sollte. Der Rest sind Fleisch, Fisch und Innereien. Die Fleischsorte sollte variieren und von verschiedenen Tieren kommen, beispielsweise Rind, Huhn, Pute, Lamm oder Schaf. Eine größere Vielfalt schadet nicht und ist sogar empfehlenswert für eine ausgewogene Ernährung.

Die wichtigsten Punkte für eine ausgewogene Ernährung sind vor allem: vorrangig Fleischknochen, Fleisch von mindestens drei Tieren. Der Rest besteht aus Fleisch und Fisch und mindestens einmal die Woche Innereien, vor allem Leber. Auch etwas Gemüse ist gut für den Hund.

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Für die richtige Futtermenge gilt als Orientierung, zwei bis fünf Prozent des Körpergewichts pro Tag zu füttern. Beim Wechsel von Trockenfutter auf BARF braucht es ein wenig Zeit bis sich der Hund an das Rohfutter gewöhnt. Am besten ist es deshalb mit leicht verdaulichem Fleisch zu beginnen. Dazu gehört zum Beispiel Huhn oder Lachs. Bei Knochen ist es gut, mit kleineren (z.B. Hühnerflügel) anzufangen und nach und nach umzustellen. Es kann trotzdem passieren, dass der Hund die Knochen anfangs erbricht. Es ist deshalb gut, zu Beginn weniger Knochenmaterial und etwas mehr Gemüse zu füttern, da vor allem die Knochen länger brauchen bis sie verdaut sind. Nach einigen Wochen haben sich die meisten Hunde an das neue Futter gewöhnt. Für den Hund ist es gut, dann auch bei Barf zu bleiben und nicht zwischen den verschiedenen Futtervarianten hin- und her zu wechseln.

Das Fleisch muss nicht durch den Fleischwolf gedreht werden. Hunde haben scharfe Reisszähne und das Kauen eines Fleischstücks ist gut für die Zähne. Wenn ein Hund älter ist oder andere Beschwerden hat, dann kann es natürlich hilfreich sein, das Fleisch zu zerkleinern. Auch wenn ein Hund stark schlingt (was bei der Umstellung von Trockenfutter der Fall sein kann), ist es ratsam das Fleisch anfangs kleiner zu schneiden.

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